
ProSieben verzeichnete im Jahr 2025 ein adjusted EBITDA in Höhe 405 Millionen Euro und lag damit unter seiner Prognose aus dem November 2025 – Foto: ProSiebenSat.1
ProSiebenSat.1 kann Prognose für Ergebnis nicht einhalten
ProSiebenSat.1 bewegt sich weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld. Das zeigen neue Geschäftszahlen, die der Münchner TV-Konzern nun vorgelegt hat. Auf Basis einer Auswertung vorläufiger und noch ungeprüfter Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sehen die Daten wie folgt aus: Demnach beläuft sich der Konzernumsatz auf rund 3,68 Milliarden Euro, was einem Minus von sechs Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht (Vorjahr: 3,92 Mrd. Euro). Organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen, lag der Rückgang bei etwa zwei Prozent unter Vorjahr. Der Umsatz befand sich damit innerhalb der Zielbandbreite, die der Konzern im November 2025 noch einmal zwischen 3,65 bis 3,80 Milliarden Euro angegeben hatte.
Unter seinen Zielen blieb die Sendergruppe allerdings beim Ergebnis. Das adjusted EBITDA, also der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, betrug rund 405 Millionen Euro und fiel damit geringer aus als erwartet. Im November 2025 hatte ProSiebenSat.1 seine Prognose auf 420 bis 450 Millionen Euro gesenkt, nachdem man im September noch von 420 bis 470 Millionen Euro angepeilt hatte. Als Grund führt ProSieben Sat.1 ein „herausforderndes Marktumfeld" an, das bei allen Sendern zu einem Rückgang der TV-Werbeinvestitionen geführt hätte.
ProSiebenSat.1 führt die Nielsen-Zahlen an, nach denen die TV-Bruttoausgaben 2025 um rund vier Prozent auf 16,57 Milliarden Euro gesunken sind. Auch auf Netto-Basis geht ProSiebenSat.1 davon aus, dass der TV-Sektor nach einem Rückgang in den ersten neun Monaten im vierten Quartal erheblich beeinträchtigt war.
Trotz der unter der Erwartung liegenden Ergebnisentwicklung verringert sich die Netto-Finanzverschuldung von ProSiebenSat.1 voraussichtlich auf etwa 1,34 Milliarden Euro. 2024 waren es noch 1,51 Milliarden Euro. Der Verschuldungsgrad liegt mit 3,3x im Korridor, den man im November 2025 angestrebt hatte.
Die genannten vorläufigen Zahlen stehen unter dem Vorbehalt der laufenden internen Validierung. Die überprüften Zahlen will ProSiebenSat.1 am 26. März 2026 vorlegen.
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Marcel Kodura 03.02.2026

