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Zebralution-Deal ist in Deutschland nicht prüfpflichtig

Aufmerksamen Beobachtern der Bewegungen in der Fusionskontrolle dürfte aufgefallen sein, dass die Anmeldung des geplanten Verkaufs der GEMA-Tochter Zebralution an die amerikanische Investment-Company Insight Partners (new business berichtete vor 3 Wochen exklusiv) haben  beim Bundeskartellamt in Bonn inzwischen zurückgezogen wurde. Der Grund dafür ist keineswegs eine plötzliche Hürde, die den Deal zum Platzen bringen könnte, sondern lediglich die Tatsache, dass das Bundeskartellamt in Bonn in diesem Fall nicht prüfpflichtig ist. Der Prüf-Job liegt nun nur noch bei den Kartell-Wächtern in Österreich. Das ergab eine Nachfrage bei der GEMA, die rasch und auch ausgesprochen kompetent geklärt wurde. 

An dieser Stelle ist noch ein nicht unwesentliches Detail mit Blick auf den Käufer Insight Partners nachzutragen. Die will nicht nur die Berliner Zebralution-Gruppe kaufen, sondern hat sich bereits die alleinige Kontrolle über die Bookwire-Gruppe verschafft. Die in Frankfurt ansässige Bookwire-Gruppe ist ebenso wie Zebralution im Bereich digitale Content-Distribution aktiv. 

Für Bookwire soll Insight Partners bzw. deren Tochter Delta Software rund 100 Millionen Euro gezahlt haben. Das wäre etwa das 20fache des Gewinns. 2025 erzielte Bookwire beim einem Umsatz von rund 20 Millionen Euro ein EBITDA in Höhe von 5 Millionen Euro. 

Über die Bookwire-Plattformen werden 1,3 Millionen eBooks und 300.000 Audio-Books von 3.600 Verlagen angeboten. 

Last but not least ist Insight Partners auch beim Berliner Start-up Blinkist investiert. 

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