
LEH-Kette tegut verschwindet vom Markt
Die Konzentration im deutschen Lebensmittelhandel wird noch größer. Bis Ende 2026 sollen die rund 300 Filialen der regional tätigen LEH-Vollsortimenters tegut mit Ausrichtung auf Bio-Lebensmittel verschwinden. Die aus der Schweiz stammende Migros-Gruppe - seit 2013 Eigentümer der 1947 gegründeten Lebensmittelhändlers - hat sich überraschend für den Komplett-Rückzug aus Deutschland entschieden. Die tegut-Gruppe mit Stammsitz in Fulda - seit vielen Jahren ein Sanierungsfall - wird aufgelöst. Der größte Teil der Filialen soll vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartell-Behörden an die Edeka-Gruppe gehen. Auch die Kölner Rewe-Gruppe will einige Filialen übernehmen. Für die Genossenschaft Migros Zürich war der Ausflug auf den wettbewerbsintensiven deutschen LEH-Markt ein teures Vergnügen. Seit der Übernahme im Jahr 2013 summieren sich die durch tegut entstandenen Verluste auf rund 600 Millionen Euro.
Fünf Agenturen sind vom tegut-Aus betroffen
Vom tegut-Aus sind auch eine Reihe von Agenturen betroffen. Für den Kreativ-Part und die Markenkommunikation zeichnet die Berliner Agentur Dirk & Philip Kommunikation verantwortlich, die sich 2016 im Pitch durchetzen konnte und seitdem für tegut tätig ist. das Dirk & Philip-Team ist auch für das tegut-Kundenmagazin Marktplatz zuständig.
Um den Social-Media-Part kümmert sich die Agentur Y-Site mit Hauptsitz in Kassel sowie Niederlassungen in Berlin und am Tegernsee. Das gut 30-köpfige Team von Y-Site ist seit 2019 für tegut im Einsatz.
Für die Sichtbarkeit von tegut in den digitalen Kanälen sorgt darüber hinaus noch die Agentur Web-Netz GmbH aus Lüneburg. Auch die Agentur creart aus Fulda betreut diverse Projekte aus dem Hause tegut. Last but not least war auch die Hochberg Designagentur Suttgart für tegut im Einsatz.
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Peter Strahlendorf 12.03.2026

