
Im RTL-Headquarter in Luxemburg laufen die Fäden der Bertelsmann-Tochter zusammen _ Foto: Eric Streichen
RTL Group: Umsatz 2025 ist leicht auf 6,0 Mrd. Euro gesunken
Die RTL Group gibt sich mit dem Geschäftsverlauf trotz leicht rückläufiger Erlöe auf der TV-Werbung sowie dem Inhalte-Verkauf bei der Tochter Fremantle weitgehend zufrieden. Der Gesamtumsatz sank leicht um 3,8 Prozent von 6,254 Mrd. Euro auf 6,018 Mrd. Euro in 2025. Ursprünglich hatte die Bertelsmann-Tochter mit einem Umsatz von 6,45 Milliarden Euro gerechnet, doch die schwächelnde Werbe-Konjunktur machte einen Strich durch diese Rechnung. Die Werbe-Erlöse sanken um sieben Prozent auf 2.189 Milliardne Euro.
Auch der operative Gewinn liegt mit einem Minus von 8,3 Prozent deutlich unter dem Vorjahr. Beim operativen Geschäft sind statt 721 nur noch 661 Millionen Euro übrig geblieben. Die operative EBITDA-Marge liegt bei rund 11 Prozent. Das Konzern-Ergebnis glänzt hingegen dank des Verkaufs von RTL Nederland mit dem Wert von 1,028 Milliarden Euro. Das beschert den Aktionären eine Dividenden-Zahlung von 5,50 Euro pro Aktie (entspricht einer Dividenden-Rendite von 16,5 Prozent).
In 2026 sollen die Umsatz-Zahlen nach längerer Durststrecke wieder leicht ansteigen. Der Luemburger Medien-Konzern rechnet mit Umsätzen zwischen 6,1 und 6,2 Milliarden Euro. In diese Prognose ist die geplante Sky-Übernahme nicht eingepreist.
Streaming soll der Motor für Gewinn-Wachstum werden
Das schwächelnde analoge TV-Geschäft sorgt seit 2019 bei der RTL Group für ein rückläufiges EBITDA. Mit Investitionen in das Streaming-Angebot steuert die RTL Group erfolgreich dagegen. 2026 soll dank der steigenden Streaming-Erlöse wieder ein Plus zwischen 25 und 50 Millionen Euro beim EBITDA erzielt werden. Der operative Überschuss soll auf 725 Millionen Euro steigen.
Dr. Thomas Rabe, Bertelsmann- und RTL Group-CEO: "Unser Streaming-Geschäft wird im Jahr 2026 profitabel und damit in den kommenden Jahren der Motor für nachhaltiges Gewinnwachstum sein."
Der Kauf von Sky Germany soll dazu einen erheblichen Beitrag dazu leisten. Derzeit wird der Deal von der EU-Kommssion geprüft. Die RTL Group rechnet mit einer Genehmiigung noch im ersten Halbjahr 2026.
2025 legte die Anzahl der zahlenden Abonnenten bei den Streaming-Diensten RTL+ in Deutschland sowie M+ in Frankreich um 19 Prozent auf 8,1 Millionen zu. der Streaming-Umsatz stieg sogar noch stärker - nämlich um 25 Prozent auf 509 Millionen Euro. Die Anlauf-Verluste sanken weiter und das Streaming-Business steht kurz davor, die Gewinnschwelle zu überschreiten.
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Peter Strahlendorf 12.03.2026

