ANZEIGE

Suchen

Die Entwicklung des Frauenmachtanteils in den von ProQuote ausgewerteten Leitmedien von 2012 bis 2026 – Quelle: ProQuote

ProQuote will Datenerhebung per Crowdfunding sichern

Nach dem Wegfall der Förderung durch das Bundesfamilienministerium Anfang März 2026 startet ProQuote Medien e. V., Hamburg, ein Crowdfunding. Der Verein will damit seine Leitmedienzählung sowie die dazugehörige Öffentlichkeitsarbeit für die kommenden zwölf Monate sichern. Ziel sind mindestens 30.000 Euro.

Rückgang des Frauenanteils seit 2022

Die halbjährliche Leitmedienzählung dokumentiert seit Jahren die Entwicklung des Frauenanteils in Führungspositionen großer deutscher Medienhäuser. Nach einem Anstieg auf knapp 40 Prozent im Jahr 2022 verzeichnet ProQuote Medien seitdem wieder sinkende Werte – ein Trend, den der Verein als Warnsignal einordnet.

ProQuote Medien ist bundesweit die einzige Initiative, die systematisch die Führungsstrukturen überregionaler Print- und Onlinemedien auswertet. Neun Titel – darunter Bild, FAZ, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, taz, Welt, Der Spiegel, Stern und Focus – werden anhand ihrer Impressen analysiert, gewichtet nach Hierarchieebenen.

Crowdfunding soll Mindestumfang sichern

Mit den geplanten Mitteln sollen die nächsten beiden Zählungen, die Veröffentlichung der Ergebnisse und die laufende Kommunikationsarbeit finanziert werden. Der Verein ruft Journalist:innen, Medienhäuser, Stiftungen und weitere Unterstützer:innen zur Beteiligung auf und strebt langfristig eine stabilere Finanzierung an.

ProQuote-Medien-Vorständin Edith Heitkämper: "Gerade jetzt ist es notwendig, die Stimme zu erheben und für gleiche Rechte von Frauen in den Medienhäusern laut zu bleiben. Gegen den Backlash werden wir uns umso stärker für Gleichberechtigung und Diversität einsetzen."