
TAZ-Geschäftsführer Andreas Marggraf spricht von einem unerwartet starken Rückhalt der Leserschaft beim digitalen Neustart – Foto: Christian Mang
TAZ meldet hohe Umstiegsquote auf digitales E-Paper
Die TAZ zieht wenige Monate nach der Einstellung ihrer gedruckten Werktagsausgabe eine positive Zwischenbilanz. Mit dem vollständigen Wechsel auf ein digitales E‑Paper-Angebot konnte die Zeitung einen Großteil ihrer bisherigen Printleserschaft halten. Nach Angaben des Hauses haben 89,3 Prozent der früheren Printabonnent:innen ihr Abo ins Digitale überführt – deutlich mehr als die ursprünglich erwarteten 70 Prozent.
Ausgehend von rund 14.600 Printabos im Oktober 2025 entspricht das etwa neun von zehn bisherigen Printleser:innen. Rund 70 Prozent nutzen weiterhin ein Kombi-Abo aus digitaler Tagesausgabe und gedruckter Wochen-TAZ. Parallel verzeichnet die TAZ nach eigenen Angaben zahlreiche neue Probe-Abos sowie ein Wachstum beim freiwilligen Bezahlmodell 'TAZ zahl ich', das aktuell 48.500 Unterstützer:innen umfasst.
Der digitale Neustart wirkt sich auch wirtschaftlich aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, die Gehälter der Mitarbeitenden ab März 2026 zu erhöhen und zusätzlich einen Bonus für das Geschäftsjahr 2025 auszuzahlen. Die TAZ sieht sich damit auf Kurs, ihr digitales Portfolio weiter auszubauen und die Transformation des Hauses langfristig abzusichern.
TAZ-Geschäftsführer Andreas Marggraf: "Dass so viele mit ins Digitale gegangen sind, übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Diese Zahl zeigt vor allem eines: Unsere Leser:innen vertrauen der taz und unterstützen den Wandel."
Frauke Jacoby 17.03.2026

