
Die großen Gewinner des Abends waren HeimatTBWA und Hornbach - Kerstin Heffels und Guido Heffels (mi.), eingerahmt von seinen Kunden und Vera Portz (Tempomedia), die die Hattos stellvertretend für die Produktion in Empfang nahm - Foto: Andreas Schlieter
Deutscher Werbefilmpreis 2026
Heimat und Hornbach: Ein Projekt ohne Drama
Am Freitag, den 20. März wurde zum 13. Mal der Deutsche Werbefilmpreis verliehen. Der Einladung der Deutschen Werbefilmakademie zur großen Gala, die auch dieses Jahr wieder in der Hamburger Kreativlocation Kampnagel stattfand, folgten etwa 800 Kreative aus allen Gewerken rund um die Sieger zu feiern.
Großer Sieger des Abends wurde „Kein Projekt ohne Drama“. Der von HeimatTBWA für Hornbach zur Kampagne entwickelte Film wurde mit insgesamt sechs der insgesamt 13 am Abend verliehenen Hattos bedacht, und zwar in den Kategorien Komposition (Preisträger: Sebastian Schütze und Florian Lakenmacher, Supreme Music), Skript (Preisträger: Guido Heffels, Luis Jaehner, Lope Serrano), Schnitt (Preisträger: Carlos Font Clos) und Art Department (Preisträger: Nathan Parker). Der fünfte Hatto war der „Preis der Medien“, der von einer eigenständigen Fachjournalisten-Jury, in der auch new business vertreten ist, vergeben wird. Und last but not least wurde das Werk von der Grand Jury um Pacco Nitsche (27km) den Film in der Königsdisziplin „Bester Werbefilm“ ausgezeichnet.
Zu den weiteren Hatto-Gewinnern gehörten "ALDIstory: Minzbonbons, die Erinnerungen wecken", produziert von Tempo, in der Kategorie Kostüm (Preisträgerin: Carolin Schogs, Agentur: antoni_99). In der Kategorie Sounddesign gewann Audi „Strive for clarity“ (Produktion: 27km, Agentur: Kemmler Kemmler), ausgezeichnet wurden Nik Kohler und Adam Smyth (String & Tins).
Der Lego-Weihnachtsfilm "Holiday '25" von Zauberberg Productions und bEpic (Agentur: OLA) erhielt einen "Hatto" in der Kategorie VFX (Preisträger: Bastian Konradt, bEpic).
Den Überraschungssieger des Abends gab es in der Kategorie Regie: "SBT Story - Anduk" von Rejell und Droga5 in der Regie-Kategorie (Preisträger: Matthias Freier).
"Working with Cancer - Strings" von Iconoclast Germany und der Agentur Publicis Conseil wurde in der Kategorie Kamera (Preisträger: Mátyás Erdély) ausgezeichnet. Und "ZDF - Weihnachten 2025" von Sehsucht (Preisträger: Sebastian Rätsch, Sehsucht) in der Kategorie Animation.
Durch die Gala führte der deutsch-iranische Standup-Comedian Masud Akbarzadeh. Der gleich zu Beginn dafür sorgte, dass das Publikum bei bester Stimmung war, indem er Hamburgs Senator für Kultur und Medien auf eine unerwartete Art und Weise interviewte. Worauf Brosda sich einließ, ohne zu verpassen, eine seiner gewohnten, auf den Punkt formulierten Botschaften zu platzieren: „„Den Gewinnerinnen und Gewinnern sowie auch den Nominierten des Deutschen Werbefilmpreises ist es gelungen, mit ihren Arbeiten künstlerisch wie kreativ positive Antworten auf die kleinen Herausforderungen des Alltags, aber auch zu großen gesellschaftlichen Themen zu finden. Dies ist gerade in Zeiten rasanter gesellschaftlicher Veränderungen und globaler Krisen eine große Leistung. Die heute prämierten Kategorien zeigen zudem eindrücklich, wie kreative Exzellenz im Team entsteht. Dass wir diese herausragenden Leistungen und das große Potenzial menschlicher Vorstellungskraft jährlich in Hamburg feiern dürfen, ist ein großer Gewinn für unseren Werbe-, Film- und Medienstandort.“
Künstliche Intelligenz als Sonderdisziplin
Neu beim Deutschen Werbefilmpreis 2026 war die Verleihung des „AI Creativity Award", der im Rahmen des vormittäglichen "Creative Panel", verliehen wurde. Voraussetzung für die Teilnahme war, dass die Projekte von den Kunden beauftragt waren. Zudem mussten mindestens 50 Prozent generativer KI eingesetzt werden und somit ein kreativer Mehrwert für die filmische Umsetzung erkennbar sein. Das Rennen machte "Satellite of Love" von Spellwork (Agentur: antoni_garage) für den Kunden Mercedes-Benz.
Quasi schon ein "alter Hase" auf der DWP-Bühne ist der Green Award „Die Giraffe“, der zum fünften Mal verliehen wurde. Den mit 2.500 EUR dotierten ersten Preis gewann „All Eyes“ von Soup Film (Agentur: The Goodwins) für den Kunden Kleinanzeigen.
Mehr von Deutschen Werbefilmpreis gibt es in new business 04/26, die am 30. März erscheint.
Kostenlos versorgt Sie der new-business-Newsletter mit allen Neuigkeiten. Jetzt abonnieren - nie wieder etwas verpassen!
Claudia Bayer 23.03.2026

