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Ankerkraut: Gründer-Ehepaar kauft Marke von Nestlè zurück

Rolle rückwärts - Anne und Stefan Lemcke kaufen die von ihnen erfundene Gewürzmarke Ankerkraut von demn Schweizer Konzern Nestlé nach vier Jahren wieder zurück. Neben den Gründern werden auch die langjährigen Geschäftsführer Timo Haas und Alexander Schwoch Anteile am Unternehmen halten und Ankerkraut weiterhin vom Standort Hamburg aus operativ führen.

Der Deal sorgte seinerzeit für viel Wirbel und bescherte sowohl dem Gründer-Ehepaar Lemcke als auch Nestlé einen intensiven Shitstorm. Nestlé hatte 2022 die Mehrheit bei Ankerkraut übernommen, das Ehepaar Lemcke blieb als Minderheitsgesellschafter und Marken-Botschafter an Bord. Der Kaufpreis soll damals im dreistelligen Millionen-Bereich gelegen haben. Nun dürfte eine deutlich geringere Summe geflossen sein.

Der Markt für Gewürzmischungen ist nach der Corona-Krise merklich abgeflaut und Nestlé hat mit Ankerkraut 2023 und 2024 rote Zahlen geschrieben - 1,8 Mio. Euro in 2023 und 1,3 Mio.Euro in 2024. Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor, dürften aber angesichts der Marktlage nur wenig anders ausgefallen sein. 

Anne und Stefan Lemcke: „Ankerkraut ist für uns mehr als ein Unternehmen – es ist unser Lebenswerk „Wir haben in den vergangenen Jahren viel gelernt und bedanken uns für die konstruktive Zusammenarbeit mit Nestlé. Jetzt freuen wir uns darauf, die Marke wieder selbst weiterzuentwickeln und ein neues Kapitel für Ankerkraut aufzuschlagen."

Die Ankerkraut GmbH wurde 2013 in Hamburg gegründet. Das Unternehmen beschäftigt rund 160 Beschäftigte und erzielt einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Produktpalette umfasst über 500 Gewürze und Gewürzmischungen, Tees sowie Zubehör.

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