
Dieses Jahr haben 155 Arbeiten die Chance auf eine DDA Trophy - Foto: BVDW
Jung von Matt dominiert beim DDA 2026
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat die Shortlist für den Deutschen Digital Award (DDA) 2026 veröffentlicht. Dieses Jahr haben es 155 Arbeiten auf die Liste geschafft und damit eine Chance auf einen der Awards.
Die meisten Nominierungen konnte Jung von Matt auf sich vereinen. Insgesamt sind die Hamburger mit 20 Einreichungen vertreten. An zweiter Stelle folgen gleichauf Charles & Charlotte, German Wahnsinn, Ogilvy Deutschland und PHD Germany, die jeweils sieben Nominierungen auf sich vereinen. Dahinter folgen mit sechs Nennungen die Gen-up und Plan.Net.
Auf Kundenseite führt die Telekom mit elf Nominierungen, dicht gefolgt von Lidl, die zehnmal vertreten sind. An dritter Stelle folgt Sixt mit acht Nominierungen, gefolgt von Penny und der Deutschen Bahn, die jeweils sechsmal auf der Shortlist stehen.
Laut Jurypräsidentin Niat Asfaw Graça (Serviceplan) spiegelt der aktuelle Jahrgang die wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wider, die auch vor der Kreativbranche nicht halt machen würden. „Viele Einreichungen sind strategisch und kreativ sehr stark gedacht. Gleichzeitig zeigt sich in der Umsetzung, dass knapper werdende Budgets das volle Potenzial oft begrenzen“, erklärt sie.
Gleichzeitig zeigen die Arbeiten ein hohes Adaptionsniveau von Künstlicher Intelligenz. Jurypräsidentin und BVDW-Vizepräsidentin Anke Herbener: „KI ist auf der Shortlist allgegenwärtig. Sie prägt Ideen, Prozesse und Umsetzungen über alle Kategorien hinweg. Damit wird sie zum Standard in der digitalen Kreation“, erklärt sie. Entscheidend sei aber nicht nur die Technologie sondern die Wirkung. Die Shortlist mache sichtbar, welche Arbeiten Strategie, Kreativität und Technologie überzeugend verbinden und damit digitale Exzellenz heute definieren.
Social Media erneut Spitzenreiter
Wie bereits 2025 dominieren auch dieses Jahr die Arbeiten in der Oberkategorie „Social Media“, in der es 54 Einreichungen auf die Shortlist geschafft haben. Mit deutlichem Abstand folgen die Kategorien „Digital Campaigns (19 Nennungen) und „Branded Entertainment“ mit 17 Platzierungen.
„Social ist nicht mehr die lauteste Disziplin, sondern die reifste. Die besten Cases stellen Community ins Zentrum und schaffen echte Relevanz statt nur Reichweite“, so Asfaw Graça. „Wir sehen endlich mehr Arbeiten, die Social nicht als Awareness-Spielwiese begreifen, sondern als echten Business-Treiber.“
Preisverleihung und Creativity Summit am 21. Mai in Berlin
Welche Arbeiten es letztendlich mit einen Digital Award in Gold, Silber oder Bronze gewinnt, wird am 21. Mai im Rahmen einer feierlichen Awards-Gala in Berlin bekanntgegeben.
Vor der Preisverleihung im Museum für Kommunikation lädt der BVDW zum DDA Creativity Summit ein, in dessen Rahmen Experten der Branchen Einblicke in aktuelle Trends, Best Practices und Zukunftsthemen geben.
Claudia Bayer 21.04.2026

