
ProSiebenSat.1 verkauft sein Creator-Business in Nordamerika unter der Marke Studio 71 US - Foto: ProSiebenSat.1
ProSiebenSat.1 trennt sich von Creator-Business in Nordamerika
ProSiebenSat.1 treibt die strategische Fokussierung auf das Entertainment-Geschäft in der DACH-Region weiter voran. Der TV-Konzern mit Sitz in Unterföhring hat angekündigt, sein Content-Creator-Netzwerk in Nordamerika unter der Marke Studio 71 US zu verkaufen. Neuer Besitzer ist die Fixated LLC, ein auf Creator-Economy spezialisiertes US-Unternehmen.
Der Deal umfasst die US-Gesellschaften Studio 71 GP und Studio71 einschließlich aller Tochtergesellschaften. Zu den finanziellen Details der Transaktion haben die Partner Stillschweigen vereinbart. Nicht Gegenstand des Verkaufs ist das Geschäft von Studio 71 im deutschsprachigen Raum. Es bleibt unverändert Teil der ProSiebenSat.1-Gruppe.
Studio 71 US wurde 2011 unter dem Namen Collective Digital Studio gegründet und ist seit 2015 Teil der ProSiebenSat.1-Gruppe. Das Unternehmen betreibt in Nordamerika ein Content-Creator-Netzwerk und ein Podcast-Geschäft. Studio 71 US hat es sich zur Aufgabe gemacht, Content Creator und Podcasts insbesondere in den Bereichen Social-Media-Management, Video-Content-Syndikation, Produktion sowie bei Monetarisierung der Inhalte zu unterstützen. Laut Unternehmensangaben erwirtschaftete die Firma im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 246 Millionen Euro.
Fixated LLC mit Sitz in Los Angeles bietet End-to-End-Lösungen in den Bereichen Talent Management sowie Content-Produktion und will Creators dabei helfen, Reichweiten auszubauen, Erlösquellen zu diversifizieren und ihre Geschäfte über Markenpartnerschaften sowie Multi-Channel-Strategien zu skalieren. Die Transaktion wird unterstützt von Eldridge Industries, dem strategischen Partner von Fixated LLC.
Im Zuge des Verkaufs von Studio 71 US hat ProSiebenSat.1 den Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr aktualisiert und rechnet deshalb mit einem moderaten Rückgang des Konzernumsatzes. Auf organischer Basis – das heißt bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen – geht die Sendergruppe unverändert von einem leichten Wachstum aus.
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Marcel Kodura 22.04.2026

