
Tag der Pressefreiheit
16 Deutsche Stiftungen starten unabhängige News-Plattform
Insgesamt 16 Stiftungen starten anlässlich des Tags der Pressefreiheit heute auf dem Mastodon-Server "stiftungen.social - Eine demokratische Instanz". Das Ziel ist, den Menschen Informationen zugänglich zu machen, die frei von Algorithmen sind und auf einem Server gehostet wurden, der auf einer europäischen Open-Source-Technologie basiert.
Die Idee dahinter baut auf der „Plus-1-Strategie“ auf, die vor mehr als 20 Jahren im Bezug auf die zunehmende Abhängigkeit von Unternehmen gegenüber China in den Mittelpunkt rückte und nichts weiter bedeutet, als dass die Abhängigkeit vom Land der aufgehenden Sonne durch Diversifizierung von Lieferketten den Teufelskreis durchbrechen sollten. Im Fall von "stiftungen.social - Eine demokratische Instanz“ will man sich in der Social-Media-Kommunikation von großen chinesischen oder US-Techplattformen wie Instagram, Youtube oder TikTok unabhängiger machen.
Initiiert und entwickelt wurde der Server von der Rudolf Augstein Stiftung, gemeinsam mit Robert Bosch Stiftung, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Joachim Herz Stiftung, Volkswagen Stiftung sowie der Zeit Stiftung Bucerius. Die gemeinnützigen Organisation Save Social - Networks For Democracy trug zur Entwicklung und letztendlich Umsetzung bei.
Neben den genannten Stiftungen starten auch die Allianz Foundation, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Nationalstiftung, Karg-Stiftung, Körber-Stiftung, Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, Michael Otto Foundation for Sustainability, Schöpflin Stiftung, taz panterstiftung und Carl-Zeiss-Stiftung auf "stiftungen.social" mit eigenen Beiträgen.
"In den Netzwerken US-amerikanischer und chinesischer Konzerne nehmen Hass, Hetze und Desinformation massiv zu. Die Plattformen entziehen sich zudem ihrer Verantwortung und einer Regulierung. Dadurch wird das Vertrauen in Informationen untergraben und gesellschaftliche Debatten werden durch Algorithmen verzerrt. Mit 'stiftungen.social' setzen wir ein deutliches Zeichen für unabhängige soziale Netzwerke und stärken neue unabhängige digitale Räume", begründet der Initiatorenkreis sein neues Engagement.
Mehr zum Thema „Made in Europe“ lesen Sie unter anderem in der aktuellen new business, in der unter anderen Prof. Dr. Martin Andrée im Interview über digitale Monopolbildung und wie sich Souveränität und Urheberrecht sichern lassen spricht.
Claudia Bayer 04.05.2026

