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Der GHH Mullen Lowe Oktopus hört am 30. Juni 2026 auf, zu boxen - Abb.: GHH Mullen Lowe

GHH Mullen Lowe schließt per Ende Juni 2026

Im Zuge der Fusion der beiden amerikanischen Agentur-Holdings Interpublic und Omnicom wurde Ende 2025 verkündet, dass die in Hamburg ansässige Interpublic-Tochter GHH Mullen Lowe verschwinden wird und in die Omnicom-Tochter Grabarz & Partner integriert werden sollte, die ebenfalls in Hamburg sitzt und zudem wesentlich größer ist. Mehr Details zur Fusion Omnicom & Interpublic sowie zu den Umbau-Plänen gibt es hier.

Die beiden Agenturen passen zumindest auf Basis der "Papierform" gut zueinander - sowohl von den Teams her als auch beim Kundenstamm (das Möbelhaus Ikea wurde sogar von beiden Agenturen betreut). Doch nun  klappt es nicht mit der "Integration".

Dieser Vorgang ist angesichts der komplexen Vorgaben/Vorschriften des deutschen Arbeits- und Steuerrecht offenkundig zu aufwändig oder in der gewünschten Form nicht möglich. Also wird GHH Mullen Lowe per 30. Juni 2026 geschlossen. Alle Beschäftigten (zuletzt sollen es noch rund 20 gewesen sein) haben - wie Horizont zuerst berichtete - bereits die Kündigung erhalten. 

Vermutlich regelt nun der Markt, was die gesetzlichen Vorgaben verhindert haben. Die GHH-Beschäftigten können sich ja bei Grabarz & Partner bewerben und die GHH-Kunden können ohne Einmischung des Gesetzgebers Grabarz & Partner beauftragen. 

Die Namensgeber Nils Gallun, Florian Grimm und Benedikt Holtappels der 1994 gegründeten Agentur sind schon vor längerem ausgeschieden. Sie hatten 2014 die Mehrheit der Anteile an Interpublic verkauft. 2016 zog sich Nils Gallun zurück, 2018 schied Kreativ-Chef Florian Grimm aus und 2021 verabschiedete sich Benedikt Holtappels aus dem operativen Business. 

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