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Der BVDW überreichte dieses Jahr insgesamt 65 Trophäen in Gold, Silber und Bronze - Foto: BVDW

DDA 2026 – Nähe, kulturelle Relevanz und echte Botschaften waren die Gewinner

Am 21. Mai 2026 wurden in Berlin die Preisträger des Wettbewerbs Deutsche Digital Award (DDA) gekürt. Insgesamt hatten die Jurymitglieder des vom Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW) seit 2010 zunächst als Deutscher Multimedia Award (DMMA) vergebene Kreativ-Award dieses Jahr 155 Arbeiten auf die Shortlist gesetzt. Am Ende gab es insgesamt 65 Trophäen, wovon 15 in Gold, 30 in Silber und 19 in Bronze umgemünzt wurden. Dazu kam selbstverständlich noch der „Best of“, also die Auszeichnung für die von der Jury zur besten Kampagne des aktuellen Jahrgangs gekürte Einreichung.

Die meisten Awards konnte dieses Jahr Jung von Matt einsammeln. Insgesamt nahmen die Hamburger während der feierlichen Awards-Show mit anschließender Party im Museum für Kommunikation 13 Marmor-Awards in Empfang, fünf davon in Gold. Davon wiederum waren vier goldene Auszeichnungen für Arbeiten vergeben worden, die Jung von Matt für den Langzeitkunden Sixt umgesetzt hat. Zwei goldene Awards gingen hiervon an die Kampagne „Cora mietet (wirhabendeinauto.de)".

Die Kampagne ist eine Persiflage auf die virale Kampagne von Ralf Schumacher für „wirkaufendeinauto.de) und zeigt, so die Jury, wie wichtig das richtige Momentum in der Kommunikation für den Erfolg sei. Im Fall von „Cora mietet (wirhabendeinauto.de)" handelt es sich beispielsweise um eine Echtzeit-Reaktion auf einen viralen Werbetrend, der strategisch genutzt und in messbare Performance überführt wurde.

Ebenfalls mit zwei goldenen Awards wurde die Penny-Kampagne „Sheep happens“ ausgezeichnet, die von der Serviceplan-Tochter Saint Elmo’s umgesetzt wurde. Hier hatten die Münchener Kreativen, nachdem eine Horde Schafe ungeplant einen Markt des Discounters im Unterfränkischen gestürmt hatten, prompt reagiert und sorgten mit Echtzeit-Storytelling für landesweites Aufsehen.

Niat Asfaw Graça, Managing Director bei Serviceplan und diesjährige DDA-Jurypräsidentin: „Digitale Kreativität lebt heute von kultureller Relevanz. Es geht darum, Teil von Gesprächen und Communities zu werden, statt nur Botschaften zu senden. Die besten Cases erkennen das Momentum, greifen kulturelle Dynamiken auf und entwickeln daraus Wirkung, die weit über klassische Kampagnen hinausgeht.“

Das trifft – auch wenn Niat Asfaw Graça das im Zusammenhang mit ihrem Zitat mutmaßlich nicht zuerst im Kopf gehabt haben dürfte – ebenfalls auf die Kampagne „§HOPLEFTING – Wie man Nazi Shops in Anti Nazis Shops verwandelt“ zu, die Jung von Matt für den Verein Laut gegen Nazis e.V. umgesetzt hat.

BreachBunny gewinnt „Best of“-Award

Das im Oktober 2023 in Konstanz gegründete Versicherungs-Start-up BreachBunny hat sich zum Ziel gesetzt, die jüngere Zielgruppe und hier insbesondere die Online-Community mit maßgeschneiderten Versicherungen jenseits von Hausrat-, Haftpflicht- oder KFZ-Versicherungen zu erreichen. Und zwar mit Policen, die genau auf die Zielgruppe zugeschnitten sind: für Creator:innen, digitale Güter oder Gaming-Setups.

Mit dem Case „BreachBunny“ zeigte das gleichnamige Unternehmen, so die offizielle Jurybegründung, die neue Logik digitaler Markenführung. Wobei der Case vor allem popkulturelle Codes wie Gaming-Ästhetik, Creator-Kooperationen und Plattformlogiken nutzt, um User:innen zu erreichen.

Anke Herberger, Digital Changers, BVDW-Vize-Präsidentin und ebenfalls Jurypräsidentin: „2026 geht es darum, Nähe mit der Community herzustellen. Ob interaktiv, durch Gamifikation oder sprachlich: wichtig ist, der eigenen Zielgruppe auf Augenhöhe zu begegnen und echten Mehrwert zu liefern.“

Alle Gewinner und Bilder von der Awards-Gala nebst Party können Sie in der kommenden new-business-Ausgabe nachlesen, die am 01. Juni erscheint.

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