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GF Thomas Hass hält die Spiegel-Gruppe auf Kurs - Foto: Anna Dittrich / Spiegel-Gruppe

Spiegel-Gruppe ist 2025 leicht gewachsen, aber unterm Strich blieb etwas weniger übrig

Wer angesichts der Ende 2025 verkündeten personellen Wechsel an der Spitze der Spiegel-Gruppe mit größeren Veränderungen bei Umsatz und Gewinn gerechnet hatte, lag falsch. Das Hamburger Medienhaus hat 2025 den Umsatz um 3,5 Millionen Euro auf 258,8 Millionen Euro steigern können, beim Jahresüberschuss sieht es anders aus: der sank um rund eine halbe Million Euro von 26,5 auf nunmehr 25,9 Millionen Euro. 

Diese Entwicklung kann sich vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Medien-Branche allemal sehen lassen. dafür sprechen auch die Digital-Erlöse (77,7 Mio. Euro beim Vertrieb + 43,5 Mio Euro bei der Werbe-Vermarktung). Während die digitalen Vertriebserlöse um beachtliche 10,6 Mio. Euro (16,6 %) zulegten, blieben die digitalen Werbe-Erlöse nahezu auf Vorjahres-Niveau (- 0,3 Mio. Euro / -0,6 %). 2026 sollen die digitalen Vertriebserlöse auf 84 Mio. Euro steigen, 2030 sollen sie deutlich oberhalb der Marke von 100 Millionen Euro liegen.

Das Print-Geschäft ist indes weiter abgeflaut. Recht gut halten sich die Vertriebserlöse mit 88,5 Millionen Euro (-2,3 Mio. Euro / -2,5%). Deutlich schlechter sieht es bei Print-Werbung aus. Die steuert nur noch 14,6 Mio. Euro zum Umsatz bei (-2,9 Mio. Euro / - 16.6 %). 

Die Umsätze bei der Film-/TV-Produktion  blieb stabil beim Umsatz von 26,6 Mio. Euro. Bei den sonstigen Erlösen (sind mit 7,9 Mio. Euro eher unbedeutend) gab es hingegen ein stärkeres Minus. 2024 lag der Umsatz hier noch bei 9,7 Mio. Euro. 

Geschäftsführer Thomas Hass (seit 1992 im Hause und seit 2015 GF): "Wir sind gut durch das Jahr 2025 gekommen – trotz der großen Herausforderungen für die gesamte Branche. Das stetig wachsende Digitalgeschäft, das bereits 54 Prozent unserer Erlöse ausmacht, trägt dazu wesentlich bei, unsere Investitionen in Zukunftsbereichen und die Fokussierung auf unsere Plus-Strategie zahlen sich aus. Diesen Kurs setzen wir fort: Wir stärken unseren Kern – die Investigation und Innovationen in der Produktentwicklung –, auch durch eine weiterhin exzellente Rechtsabteilung. Denn investigativer Journalismus, wie er vom Spiegel und vom manager magazin betrieben wird, braucht rechtlichen Rückhalt. Die bisher erfolgreich verteidigte Berichterstattung zum Fall Ulmen/Fernandes ist ein aktuelles Beispiel. Wir haben darüber hinaus in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe höchstrichterlicher Entscheidungen vor dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht erwirkt, die teilweise von grundsätzlicher Relevanz für die gesamte Medien- und Verlagsbranche sind."

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