
Salesforce schnappt sich Contentful
Eine milliardenschwere Transaktion haben der amerikanische Software-Konzern Salesforce und die Eigner des Berliner Start-ups Contentful vereinbart. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht, doch Contentful wurde 2021 bereits mit rund drei Milliarden Dollar bewertet - inzwischen dürfte der Wert deutlich darüber liegen. Contenful verfügt neben dem Stammsitz Berlin mit Büros in San Francisco und Denver noch über zwei weitere Hauptstandorte.
Contentful zählt zu den führenden Anbietern sogenannter "Composable Content Platforms" und betreut nach eigenen Angaben mehr als 4.800 internationale Marken. Salesforce will die Funktionen des Contenful CMS Contentful mit seiner CRM-Plattform "Customer 360" kombinieren. Dadurch soll soll eine native, headless Content-Schicht entstehen, die strukturierte Inhalte direkt mit Kundendaten und KI-gestützten Anwendungen verbindet.
Das Contentful-System steht für einen API-first-Ansatz sowie sogenannte Headless-Architekturen. Dabei werden Inhalte unabhängig von den Frontends verwaltet und flexibel in Websites, Apps, E-Commerce-Plattformen oder Marketing-Systeme integriert. International agierende Marken / Unternehmen verhilft das zu einer höheren Skalierbarkeit, schnelleren Time-to-Market und einer konsistenten Markenführung über alle Touchpoints hinweg.
Mit Contentful sichert sich Salesforce nicht nur zusätzliches Tech-Know-how, sondern auch ein starkes Entwickler-Team sowie ein attraktives Kunden-Portfolio aus Handel, Medien, Finanz-Dienstleistungen und der Tech-Branche. Auch viele Agenturen bieten die Contentful-Tools an.
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Peter Strahlendorf 02.06.2026

