
Mit dieser Botschaft starteten die Mittelständler 2019 ihre erste Aktion - Foto: Jung von Matt/Spree
Aktion „Made by Vielfalt“ wird zum Verein
Es ist inzwischen sieben Jahre her, als sich zum ersten Mal insgesamt 50 deutsche Mittelständler wie Bahlsen, Hipp, Fritz-Kola, Huber Burda Media und Vorwerk unter dem Motto „Made in Germany – Made by Vielfalt“ im Rahmen einer in Zusammenarbeit mit Jung von Matt/Spree entstandenen Kampagne für mehr Toleranz und Weltoffenheit aussprachen. 2024 folgte eine zweite Kampagne.

Wiederkehr um zu bleiben: Made by Vielfalt wird eingetragener Verein - Visual: Made by Vielfalt
Nun wurde aus der Aktion eine Institution: Der neu gegründete Made by Vielfalt e.V. soll fortan als gemeinnütziger, überparteilicher und unabhängiger Verein den strukturellen Rahmen für das dauerhafte Engagement der Initiative bieten.
Dr. Timm Mittelsten Scheid, Initiator von „Made in Germany – Made by Vielfalt“, Vorstandsvorsitzender von Made by Vielfalt e.V. und Vorwerk Familiengesellschafter: „Familienunternehmen denken langfristig. Sie bilden aus, investieren, schaffen Arbeitsplätze und tragen Verantwortung in ihren Regionen. Dafür benötigen sie stabile Rahmenbedingungen wie Vielfalt, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Fachkräfte und Europa. Aktuelle Entwicklungen und Forderungen aus manchen politischen Lagern sind sehr besorgniserregend. Sie untergraben das Fundament für Wohlstand in Deutschland und schaden nicht nur Familienunternehmen, sondern unserem Land und den Menschen, die hier leben. Deshalb schauen wir auf die Frage, unter welchen Bedingungen Unternehmen auch morgen noch in Deutschland investieren und Arbeitsplätze bieten können. Ich freue mich, dass wir unser wichtiges Engagement nun in eine dauerhafte Struktur überführt haben.“
Comeback zu den Landtagswahlen
Eine erste Aktion unter dem neuen Vereinsdach wird, wie der Verein im Rahmen seiner Gründung mitteilte, im Umfeld der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern starten. Das Ziel soll sein, der breiten Öffentlichkeit Zusammenhänge verständlich zu machen und die öffentliche Diskussion anzustoßen. Sichtbar will man sowohl im öffentlichen wie digitalen Raum sein, im Radio und in den sozialen Medien. Also überall dort, wo sich die Menschen unterwegs sind, sich informieren und miteinander reden.
„Dabei geht es nicht darum, irgendjemandem zu sagen, was er wählen soll“, so Mittelsten Scheid. „Aber wir wollen dazu beitragen, dass Menschen genau hinschauen. Viele Antworten und Forderungen aus den extremen politischen Rändern mögen erst einmal verlockend klingen. Aber: Wer Fachkräfte ausschließt, löst keinen Fachkräftemangel. Wer Europa schwächt, macht Deutschland nicht stärker. Wer Regeln infrage stellt, schafft keine Sicherheit.“
Gerade in polarisierten Debatten brauche es Formate, die informieren, Zusammenhänge erklären und Menschen ins Gespräch bringen. Familienunternehmen wissen aus ihrer täglichen Arbeit: Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Menschen zusammenarbeiten können – offen, verlässlich und auf Grundlage demokratischer Werte, erklärt Mittelsten Scheid weiter und betont, die starke Resonanz der vergangenen Kampagnen habe gezeigt, wie groß die Bereitschaft vieler Unternehmerfamilien ist, sich dafür zu engagieren.
Aktuell sind laut Auskunft des Vereins rund 25 Familienunternehmen Teil von Made by Vielfalt e.V.. Zudem würden bereits erste Anmeldungen eingehen, obwohl die Wiederaufnahme der Aktivitäten erst in dieser Woche unter den Unternehmen, die bei den vergangenen Aktionen dabei waren, publik gemacht wurden, heißt es auf Nachfrage von new business.
Claudia Bayer 31.07.2026

