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Mit der Übernahme von Limbik soll der Vorsprung bei KI-basierten Kommunikationslösungen ausgebaut werden - Grafik: Burson

Burson übernimmt AI-Unternehmen Limbik

Die zur Londoner Werbeholding WPP gehörende PR-Agentur Burson hat eigenen Angaben zufolge das auf kognitive AI spezialisierte Unternehmen Limbik Inc.übernommen. Damit holt Burson die Technologie und Teams hinter der prädiktiven Intelligence-Plattform Decipher vollständig ins eigene Unternehmen.

Die beiden Unternehmen haben in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam an Decipher gearbeitet. Die Plattform soll beurteilen, wie wahrscheinlich es ist, dass Kommunikation bei Zielgruppen in mehr als 60 Märkten Wirkung erzielt. Dazu prognostiziert sie unter anderem die virale Verbreitung und Glaubwürdigkeit von Botschaften, noch bevor diese veröffentlicht werden.

Durch die Übernahme erhält Burson die Kontrolle über Limbiks Cognitive-AI-Technologie, seine Engineering-Kompetenzen und sein KI-Forschungsteam. Nach Angaben von Burson soll der Schritt außerdem dazu beitragen, Decipher enger mit dem breiteren Innovationsportfolio des Unternehmens zu verzahnen. Dazu gehören Sonar, Reputation Capital und The Fount. Über WPP Open soll die Plattform auf das gesamte WPP-Netzwerk ausgeweitet werden.

Decipher kommt bei Burson bereits in verschiedenen Bereichen zum Einsatz, darunter GEO, Reputation Capital, Culture Up und Influencer-Strategie. Die Plattform fungiert dabei als prädiktive Ebene, mit der sich die potenziellen Auswirkungen von Kommunikation bewerten lassen, bevor diese den Markt erreicht.

Corey du Browa, CEO von Burson: „Decipher ist zu einem grundlegenden Bestandteil unserer Arbeit geworden, mit dem wir Kunden dabei unterstützen, den Wert ihrer Reputation in Echtzeit aufzubauen, zu schützen und nachzuweisen. Indem wir das Team und die Technologie von Limbik zu Burson holen, können wir schneller Lösungen für unsere Kunden entwickeln und gleichzeitig die Kontrolle über unsere technologische Zukunfts-Roadmap übernehmen. Diese Arbeit ist längst keine separate Dienstleistung mehr. Sie bildet die Grundlage für jedes Kundenprojekt, das wir durchführen. Und sie ermöglicht es uns, Kunden dabei zu unterstützen, im Zeitalter der Intelligence nicht nur zu reagieren, sondern eine führende Rolle einzunehmen. Dieser Schritt sorgt für schnellere Antworten, fundiertere Entscheidungen und einen prädiktiven Vorsprung – die Fähigkeit, gewissermaßen ‚um die Ecke zu sehen‘ –, den wir unseren Kunden direkt zur Verfügung stellen können, unabhängig davon, wo auf der Welt wir arbeiten oder welches Problem wir für sie lösen.“

Die Limbik-Mitgründer Zach Schwitzky und Josh Levin werden Führungspositionen bei Burson übernehmen. Schwitzky wird Global Head of Innovation, AI Platforms and Products und Levin bleibt als Global Head of Innovation, Clients & Growth an Bord. Beide berichten an Chad Latz, den Global Chief Innovation Officer von Burson.

Das übrige Limbik-Team wird Teil des Burson-Innovationsteams und dort in der KI-Beratung sowie der Produktentwicklung arbeiten.

Zach Schwitzky: „Jedes Unternehmen in unserer Branche versucht zu erraten, wie Zielgruppen reagieren werden. Wir haben den kognitiven Rahmen entwickelt, der es weiß. Mit Decipher hat Burson nicht einfach ein Tool hinzugefügt. Das Unternehmen hat ein Modell aktiviert, das zeigt, wie reale Zielgruppen auf der ganzen Welt auf Informationen reagieren. Bei Limbik hatten wir uns zum Ziel gesetzt, die KI-Infrastruktur zu entwickeln, auf der die weltweit einflussreichste Agentur aufbaut – und die Intelligenz hinter der Art und Weise, wie sie Reputation im großen Maßstab gestaltet und schützt. Burson hat das früher als alle anderen verstanden. Und genau so sieht es aus, wenn man den Standard setzt.“

Dass Burson sich Limbik zu eigen macht ist insofern interessant, als dass noch vor gerade mal vier Monaten darüber spekuliert wurde, ob sich WPP von seiner PR-Sparte trennt.