
Frankreich: Zeitungsverband wehrt sich gegen Google's KI-Zusammenfassungen
Ende Juli 2026 hat der Suchmaschinen-Gigant Google auch in Frankreich seine KI-generierten Zusammenfassungen bei Such-Ergebnissen eingeführt. Angesichts der stark rückläufigen Klickzahlen in den Ländern, in denen Google dieses Tool bereits einsetzt, fackelte der Verband APIG, der fast 300 Zeitungen vertritt, nicht lange und reichte eine Beschwerde bei der französischen Wettbewerbsbehörde ein.
Die APIG-Vertreter fordern, dass sichergestellt sein muss, dass sich Google an die im Jahr 2022 eingegangenen Verpflichtungen hält. Der APIG Verband erklärt in diesem Zusammenhang: "Die Redaktionen wollen die Innovation nicht aufhalten. Sie fordern lediglich, dass dieser Wert geteilt wird und dass sie für die Nutzung ihrer Inhalte entschädigt werden."
APIG-Präsident Marc Feuillee weist darauf hin, dass die Google die neuen KI-generierten Zusammenfassungen eingeführt habe, ohne sich zuvor mit den Zeitungsverleger bzw. der APIG eine Zustimmung einzuholen. Das sei aus seiner Sicht ein Verstoß gegen die Vereinbarung aus dem Jahr 2022.
Grund sätzlich ist an dieser Stelle festzuhalten, dass in Frankreich deutlich konsequenter und vor allem erfolgreicher gegen die Dominanz der Tech-Konzerne vorgegangen wird als in der Bundesrepublik Deutschland. Hierzulande gibt es seitens der Politik diverse vollmundige Erklärungen, aber kaum entsprechende "Taten" zum Schutz der Medien-Vielfalt bzw. der Urheberrechte.
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Peter Strahlendorf 13.08.2026

