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Die Weischer Mediengruppe baut ihre Kompoetenz bei der Ausspielung von Werbung weiter aus - Foto: Weischer

Weischer kauft sich beim KI-Mafo-Experten Erason ein

Rund 50 Prozent der ausgespielten Werbung in Deutschland gilt als Fehlstreuung. Neben den technisch verursachten Problemen durch Bots oder Fraud erreichen viele Werbe-Botschaften auch Personen, die sich weder dafür interessieren noch etwas damit zu tun haben wollen.

Diesem "Matching-Problem" will die Weischer Mediengruppe mit Stammsitz in Hamburg nun intensiver zuleibe rücken - mit Hilfe der Erason GmbH aus Lüneburg. dort steigt Weischer mit einer "strategischen" Beteiligung ein. Das 2018 gegründete Spin-off der Leuphana-Universität hat die KI AIlon entwickelt, mit der Ziel- und Kundengruppen besser "verstanden" werden und eine passgenauere Zielgruppen-Ansprache erfolgen kann. 

Weischer-GF Udo Schendel: "Wir kennen die Ausspielung über alle Medien-Gattungen hinweg wie kein anderer. Von Out-of-Home über Cinema bis Social und CTV wissen wir wo und wie wir die Menschen wirklich erreichen. Erason liefert das fehlende Puzzleteil: zu verstehen, wer diese Menschen sind und was sie wirklich interessiert. Zusammen schließen wir die Lücke zwischen beiden Welten – als logischer nächster Schritt für unsere gesamte Unternehmensgruppe."

Mit der Erason GmbH arbeitet die Weischer-Gruppe schon seit längerem zusammen. Konkret verbindet AIlon umfragebasierte Marktforschung mit echten Kampagnen- und Verhaltensdaten. Über das Modul SYNQ lassen sich zudem Kundendaten, z.B. aus CRM-Systemen, Marktstudien oder Kampagnen-Tracking, in individuellen Daten-Hubs bündeln und mit den Datenmodellen von AIlon verknüpfen. Laut Weischer soll dieser Ansatz um 70 Prozent schnellere Operationalisierung komplexer Zielgruppen, zwei- bis dreifach gesteigerte Klickraten sowie 30 bis 50 Prozent geringere Cost per Action ermöglichen.

Mit der Beteiligung soll diese Zusammenarbeit nun auf eine neue Stufe gehoben werden. Um Befürchtungen der Media-Agentur zu zerstreuen, künftig Aufgaben oder gar Geschäft zu verlieren, betont Udo Schendel: Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, sondern allen Beteiligten mehr Substanz geben. Ob Netzwerk-Agentur oder Werbungtreibender: Wer mit uns zusammenarbeitet, bekommt Zugang zu einer Datenintelligenz, die vorher nicht verfügbar war – und das ohne eigenes Invest."

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