
Trauer um die ZEITmagazin Art Directorin Jasmin Müller-Stoy
Am 5. August 2026 ist Jasmin Müller-Stoy, Art-Directorin des ZEITmagazins, im Alter von nur 47 Jahren überraschend verstorben. Am 16. August 2026 hätte die mehrfach ausgezeichnete Gestalterin ihren 48. Geburtstag gefeiert.
Jasmin Müller-Stoy war zwölf Jahre lang als Art-Directorin maßgeblich für den Look des ZEITmagazins verantwortlich. Im Oktober 2014 übernahm sie die Position von Katja Kollmann, die zu Axel Springer wechselte.
Mit bewegenden Worten verabschieden sich die Kollegen des ZEITmagazins von Jasmin Müller-Stoy, die sich als "Seele des Magazins" bezeichnen.
Stellvertretend für die über 40 Abschiedsworte seinen hier die Zeilen von ihren langjährigen Chefs Christoph Amend (Chefredakteur) und Mirko Borsche (Creative Director) zitiert:
"Wenn ich an die Bilder im Magazin denke, die du am liebsten gestaltet hast, Illustrationen etwa, an denen du mit Künstlerinnen und Künstlern so leidenschaftlich gearbeitet hast, dann sehe ich auf diesen Bildern oft Menschen, die miteinander sind und ihr Glück genießen, sie gehen schwimmen, sie verreisen, essen und trinken, treiben Schabernack, sie spazieren zu zweit durch den Regen in Venedig, oder sie feiern auf der Wiesn in deinem geliebten München. Und dann denke ich, dass es dir genau darum ging: miteinander sein, leicht sein, das Glück suchen und festhalten, wenn man es erlebt. Das ZEITmagazin hast du auch damit geprägt wie keine Zweite, nach außen und nach innen. Vor vielen Jahren hast du im Magazin einmal zwei Sätze geschrieben, die mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind: »Ich will nicht kämpfen. Ich will einfach nur gut leben.« Das, liebe Jasmin, können wir alle von dir lernen. Du konntest es so gut."
Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT und langjähriger Chefredakteur des ZEITmagazins
"Es gibt Abschiede, bei denen man nie davon ausgehen würde, dass sie der letzte sein könnten. Wir haben uns viele Jahre, unzählige Male verabschiedet, nur um uns am nächsten Tag wieder zu hören und weiterzumachen, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt. Jetzt ist aus all diesen kleinen Abschieden einer geworden, der für immer bleibt. Seit du gegangen bist, vermisse ich dich jeden einzelnen Tag, und das wird für immer so bleiben. Dein Mirko"
Mirko Borsche, Creative Director der ZEIT und des ZEITmagazins
Wer die weiteren Abschiedsworte lesen möchte, findet die auf der Website des ZEITmagazins.
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Peter Strahlendorf 21.08.2026

