
Thomas Ebenfeld (l.) und Dirk Ziems (r.) sind Gründer des Marktforschungsinstituts Concept M - Quelle: Concept m/Antonia Schneider; EYECATCHME. Photography
Welche Geschichten Marken heute erzählen müssen
Was erzählen Odysseus und Spider-Man über die Bedürfnisse und Unsicherheiten der Gegenwart? Das aktuelle 'Markt-Psychogramm' von Concept m untersucht, wie sich gesellschaftliche Spannungen in unseren Vorstellungen von Held widerspiegeln – von Krieg und politischer Konfrontation über die wachsende Macht von KI bis hin zum Klima-Fatalismus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen handlungsfähig bleiben, wenn Macht, Verantwortung und Kontrolle aus dem Gleichgewicht geraten.
"Filme sind kulturelle Seismografen", heißt es in der Analyse. Sie machen sichtbar, welche Ängste, Hoffnungen und Konflikte eine Gesellschaft beschäftigen. Auch das Heldenbild verändert sich: "Ambivalente Held fühlen sich heute besonders zeitgemäß." Für Werbungtreibende und ihre Agenturen ist das mehr als eine kulturpsychologische Beobachtung. Es geht um die Frage, welche Narrative und emotionalen Codes in einer veränderten gesellschaftlichen Realität noch funktionieren – und wie Markenkommunikation Nähe, Orientierung und Handlungsfähigkeit vermitteln kann, ohne in überholte Heldenmuster zurückzufallen.
Gerade für Strategie, Kreation und Markenführung kann der Blick auf solche kulturellen Muster wertvoll sein. Denn bevor eine Kampagne Aufmerksamkeit erzeugt, muss sie verstehen, was Menschen bewegt. Das 'Markt-Psychogramm' fragt deshalb immer wieder danach, welche psychologischen Bedürfnisse hinter aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen liegen und was daraus für Marken und Kommunikation folgt.
Der Podcast 'Markt-Psychogramm' von Concept m erscheint alle zwei Wochen. In dieser Woche geht es darüber hinaus um weitere aktuelle Themen aus Markenführung, Marketing, Werbung und Medien. Den vollständigen Beitrag zum aktuellen 'Markt-Psychogramm' lesen Sie auf markenartikel-magazin.de.
Vanessa Göbel 04.09.2026

