ANZEIGE

Suchen

Roy Truhanen übergibt an Andrew Robertson - Fotos: LinkedIn/Privat

Omnicom Advertising reaktiviert Andrew Robertson

Kaum ein Jahr nach dem Zusammenschluss von Omnicom und IPG und der damit einhergehenden Umstrukturierung des neuen „Werberiesen“, hat der bisherige Chef Troy Ruhanen beschlossen in den Ruhestand zu gehen. Sein Nachfolger wird niemand geringerer als der ehemalige globale BBDO-Chef Andrew Robertson.

Troy Ruhanen begann seine Karriere als Kundenbetreuer bei BBDO in Brisbane, Australien, bevor er 1994 zu Leo Burnett wechselte. Zehn Jahre später kehrte er in den Omnicom-Kosmos zurück. Genauer gesagt, er heuerte wieder bei BBDO, diesmal in New York, an, um das milliardenschwere AT&T-Geschäft zu leiten. Nach zehn Jahren BBDO, zuletzt als Chef von Amerika, wechselte er im September 2013 als Executive Vice President in die Omnicom Group. Ein Jahr später wurde er zum CEO und President von TBWA Worldwide berufen. Das blieb er bis Januar 2025, als er zum President und CEO von Omnicom Advertising aufstieg.

Zu seinem Rückzug aus der Berufswelt sagt Ruhanen: „Es war für mich das Privileg meines Lebens, mit einigen der talentiertesten Menschen unserer Branche zusammenzuarbeiten. Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Nun, da die Integration abgeschlossen ist, ist dies für mich der richtige Zeitpunkt, mich zurückzuziehen. Ich habe vollstes Vertrauen in Andrew und unser Führungsteam.“

John Wren, Chairman & CEO von Omnicom: „Troy war eine außergewöhnliche Führungspersönlichkeit, deren Einfluss auf Omnicom und unsere Branche nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Seine Führungsstärke trug entscheidend dazu bei, unser fusioniertes Unternehmen zusammenzuführen und gleichzeitig unsere Fähigkeit zu stärken, Kunden zu betreuen und Chancen für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Wir sind dankbar für seine zahlreichen Beiträge und wünschen ihm viel Erfolg im Ruhestand.“

Ruhanens Nachfolger Andrew Robertson war bis Oktober 2024 Chef der zu Omnicom gehörenden Agentur BBDO Worldwide und hatte den Posten seinerzeit an Nancy Reyes übergeben, um BBDO fortan als Chairman zur Seite zu stehen. Bereits damals ließ sich Robertson mit den Worten zitieren: „Ich habe nicht vor, mich zurückzuziehen …“ Ob der Übergang des Omnicom-Advertising-Chefsessels an ihn damals bereits im Gespräch war, ist nicht verbrieft.

Fest steht allerdings, dass er Roy Ruhanen in der Übergangszeit an seiner Seite weiß. Wie es aus New York heißt, werden Robertson und Ruhanen eng zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

John Wren: „Andrew ist eine bewährte Führungskraft mit einem tiefen Verständnis für Omnicom, unsere Kunden und unsere Branche. Ich freue mich darauf, mit ihm an der weiteren Entwicklung unserer Werbegruppe zu arbeiten, insbesondere angesichts seines Engagements dafür, dass Kreativität auch weiterhin im Mittelpunkt unseres Handelns steht, während wir unsere KI- und Technologiekompetenzen weiter ausbauen.“

Ein hehrer Plan, der Robertson aber nicht einzuschüchtern scheint: „Unser Plan ist klar. Wir wollen einen überproportionalen Anteil der weltweit spannendsten kreativen und strategischen Köpfe für uns gewinnen und sie – über Omni – mit den branchenweit fortschrittlichsten KI-gestützten Tools und Daten ausstatten, um außergewöhnliche Ergebnisse für einen kundenseitigen Erfolg zu erzielen, um den uns unsere Wettbewerber beneiden werden.“

Wie es in der globalen Führungsriege von BBDO weitergeht, beispielsweise, ob Nancy Reyes Andrew Robertson auf den Chairsessel folgt, ist bislang offen. Eine Option wäre es zumindest. Dann allerdings stünde ihre bisherige Position zur Disposition.