
Am 10. September 2026 wurden beim Deutschen Radiopreis in Hamburg die besten Radiomacher:innen in zehn Kategorien ausgezeichnet - Foto: DRP/Philipp Szyza
Deutscher Radiopreis: Das sind die Gewinner 2026
Der Deutsche Radiopreis 2026 ist am Donnerstagabend (10. September 2026) zum 17. Mal in Hamburg verliehen worden – erstmals fand die Preisverleihung im Musical Theater an der Elbe statt. Zu einem besonders emotionalen Moment kam es, als der vor einem halben Jahr verstorbene Rik De Lisle den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt.
Die unabhängige Jury des Grimme-Instituts würdigte damit die außergewöhnliche Lebensleistung und den Einfluss des Moderators auf die deutsche Radiolandschaft, der über Jahrzehnte das Radio prägte. Zuletzt war er täglich mit seiner Rik De Lisle Show beim Berliner Rundfunk 91.4 on air. Daneben kam stets sein Markenzeichen, sein deutsch-amerikanischer Sprachstil, und der Satz "Icke bin’s, Alter Ami Rik De Lisle" zum Einsatz.
"Der Deutsche Radiopreis für Riks Lebenswerk ist eine große und verdiente Anerkennung für das, was er für das Radio geleistet hat", erklärt Sebastian Cochois, Geschäftsführer im Medienzentrum Berlin, zudem unter anderem der Berliner Rundfunk 91.4 gehört. "Auch ich persönlich habe Rik viel zu verdanken. Er war über viele Jahre ein wichtiger Ratgeber, der seine Erfahrung geteilt, sich eingebracht und immer wieder für den Nachwuchs starkgemacht hat. Ihm ging es um die Menschen am Mikrofon, um echte Persönlichkeiten und darum, ihnen Raum zur Entwicklung zu geben."
Daneben wurde in der rund zweistündigen Show Preisträger:innen in zehn Kategorien ausgezeichnet. In der Königsdiszplin "Beste Morgensendung" gewann Pegel & Blaase von 1 Live mit Jule Blaase und Celina Pegel, die sich damit im Rennen mit N-Joy und Energy Radio durchsetzen. Nicht der einzige Preis für den WDR: Prämiert wurde auch der Podcast Inside Cum Ex – Jagd auf die Steuer-Mafia von Massimo Bognanni und Adrian Breda bei WDR 2 als "Bestes Informationsformat".
Der Preis für die "Beste Moderatorin" ging an Evren Gezer von Hit Radio FFH, "Beste Newcomerin" wurde Sina Wende von Bayern 1. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Michael "Bully" Herbig. Für sein Take-Over der Mike Thiel Show bei Gong 96.3, das er zusammen mit Rick Kavanian moderierte, gab es den Radiopreis für die "Beste Sendung".
Das beste Entertainment-Format kommt unterdessen von NDR 2. Ausgezeichnet wurde Andreas Altenburg für den Podcast Barmbek Bump – Prange vs. Rohde mit seinen zwei Protagonisten Olli Dittrich und Bjarne Mädel. Die Auszeichnung für die "Beste Programmaktion" ging an Antenne Münster für die Lokalrunde. Dabei gingen Malena Stöhler und Tino Tiede aus dem Studio ins Sendegebiet, um Menschen vor Ort mit verschiedenen Aktionen in die Sendung einzubinden.
Im Infobereich konnte Deutschlandfunk Nova jubeln: Für Die Lieblingsschülerin von Britta Rotsch und Taiina Grünzig erhielt der Sender die Auszeichnung für die "Beste Reportage". Daneben wurde Mille Meets Disarstar von Kiss FM mit Melina "Mille" Sander als "Bestes Interview" prämiert.
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Marcel Kodura 11.09.2026

