
An insgesamt fünft Stationen im Hamburger Stadtgebiet - wie hier am Bahnhof Dammtor - fordert eine rote Linie die Menschen dazu aus, Zivilcourage im Alltag zu zeigen - Foto: Jung von Matt
Zivilcourage bedeutet, auch mal eine rote Linie zu überschreiten
Anfang September konnte Jung von Matt den öffentlichen Pitch um den Kreativetat des Hamburger Verkehrsverbunds für sich entscheiden. Nun legen die Hamburger Kreativen ihre erste gemeinsame Arbeit vor.
Pünktlich zum diesjährigen Tag der Zivilcourage machen sie auf ein Thema aufmerksam, das alle angeht: Hilfsbereitschaft und gegenseitiger Respekt im öffentlichen Raum. Visualisiert wird das Thema durch die berühmte „rote Linie“, der im Stunt eine besondere Bedeutung zukommt. Eigentlich besagt die benannte rote Linie im normalen Sprachgebrauch „bis hierhin und nicht weiter“ und soll aufzeigen, dass sie als Grenze nicht überschritten werden darf. Im Zusammenhang mit dem HVV bedeutet die rote Linie, dass man sich dahinter nur mit gültigem Fahrtausweis aufhalten darf.
In der Kampagne jedoch wird bewusst dazu aufgefordert, Zivilcourage an den Tag zu legen und diese Linie zu überschreiten. Denn hier steht sie für Zivilcourage, dafür, Haltung gegen Gleichgültigkeit und Hass einzunehmen.
Peter Ströh, Managing Director und Partner bei Jung von Matt: „Zivilcourage beginnt mitten im Alltag – und im hvv sind täglich Tausende Menschen unterwegs. Mit der roten Linie schaffen wir einen einfachen, sichtbaren und unmittelbar verständlichen Anlass, über das eigene Verhalten und die Verantwortung füreinander nachzudenken. So bekommt die Aufforderung, im entscheidenden Moment nicht wegzusehen, einen festen Platz im Hamburger Alltag.“
Visualisiert wird die Botschaft bereits vor Betreten der am meisten frequentierten Bahnhöfe Hamburgs: An den Eingängen Stationen Dammtor, Altona, Sternschanze, Jungfernstieg und Landungsbrücken prangt eine deutlich sichtbare rote Linie. Darauf steht in weißer Schrift: „Zugang zum HVV nur mit Haltung und Hilfsbereitschaft.“ Dadurch soll aus einem profanen Eingang eine klare Aufforderung kommuniziert werden: hinsehen, wenn Hilfe gebraucht wird, Unterstützung holen und Mitmenschen nicht allein lassen.
Um die Aufforderung nach den Aktionstagen nicht im Alltag wieder versickern zu lassen, wird die Kampagne digital verlängert, indem Keyvisuals, dokumentarische Einblicke in die Umsetzung sowie Reaktionen der Menschen auf die Aktion in den Social-Media-Kanälen des HVV ausgespielt werden. Darüber hinaus sind am 19. September HVV-Promotion-Teams am Bahnhof Dammtor im Einsatz sein.
Claudia Bayer 18.09.2026

