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KI-Vergütung: Funke tritt der internationalen Allianz SPUR bei

Die KI-Companies nutzen für das Training ihrer KI-Software vielfach journalistische Inhalte, ohne den Content-Eignern dafür angemessene Vergütung zu zahlen. Nun gibt es mit der Allianz "Standards for Publisher Usage Rights" (SPUR) eine international aufgestellte Organmisation, die sich dafür einsetzt, dass KI-Unternehmen journalistische Inhalte nur mit Erlaubnis der Medienhäuser und gegen angemessene Vergütung nutzen dürfen. Ihr gehören mehr als 80 Medien-Häuser und -Organisationen aus über 20 Ländern an. Die Funke Mediengruppe mit Stammsitz in Essen ist als erste Medien-Company aus Deutschland dieser Allianz beigetreten. 

Funke-Verlegerin Julia Becker: "Journalismus ist nicht einfach ein weiteres Geschäftsmodell. Er ist das Fundament unserer Demokratie. Die Inhalte, die Menschen bei Funke jeden Tag für ihre Leserinnen und Leser erstellen, machen einen Unterschied für eine offene, informierte Gesellschaft. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Verlage und gegen angemessene Vergütung genutzt werden. Unabhängiger Qualitätsjournalismus endet nicht an Landesgrenzen, und sein Schutz darf es auch nicht. Kein Verlag kann die Regeln für den Umgang mit KI allein prägen. Gemeinsam mit Medienhäusern aus aller Welt haben wir mehr Gewicht und eine deutlich hörbarere europäische Stimme in einer bislang stark angloamerikanisch geprägten Debatte. Ich freue mich, dass Funke jetzt Teil von SPUR ist und wir gemeinsam für einen fairen Umgang mit journalistischen Inhalten kämpfen."

Journalistische Inhalte sind zur Rohstoffbasis generativer KI-Systeme geworden, oft ohne, dass die Urheber davon wissen. SPUR hat deshalb die erste Version eines offenen Telemetrie-Standards veröffentlicht. Er dokumentiert, wann und wie KI-Systeme Inhalte von Verlagen nutzen. Die technischen und rechtlichen Standards für den Rechte-Vorbehalt gegenüber KI-Systemen entstehen in diesen Monaten.

Dr. Paul Elvers, Chief AI Officer bei Funke: "Wir arbeiten jeden Tag mit KI. Für die Nutzung journalistischer Inhalte braucht es aber klare Regeln. Für Medienhäuser ist oft nicht ausreichend nachvollziehbar, wer ihre Inhalte wie und in welchem Umfang nutzt. SPUR entwickelt gemeinsame Standards, um diese Nutzung sichtbar zu machen." 

Stephan Thurm, Konzerngeschäftsführer der Funke-Digitalsparte. „Wir setzen selbst KI produktiv bei fast allen unseren Medien ein und sind keine Gegner der Technologie. Wer professionell erstellte journalistische Inhalte nutzt, soll dafür bezahlen."

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