
Die Funke Mediengruppe ordnet ihre digitalen Aktivitäten neu: Ab 2027 sollen die Publishing-Angebote in die Sparten National Brands und Regionalmedien wechseln - Foto: Funke Mediengruppe
Funke sortiert Digital-Angebote neu
Die Funke Mediengruppe in Essen stellt ihre digitalen Aktivitäten neu auf. Zum 1. Januar 2027 sollen die Publishing-Angebote von Funke Digital in die Sparten National Brands und Regionalmedien wechseln. Die zentrale Digitaleinheit will sich künftig stärker auf den Ausbau ihres Investmentgeschäfts, Zukäufe und die Diversifikation des Portfolios konzentrieren. Erklärtes Ziel ist es, neue Wachstumsfelder neben dem klassischen Publishing zu erschließen.
Mit der Neuordnung will Funke digitale Angebote enger an die bestehenden Marken, Produktkompetenzen und Vermarktungsstrukturen des Konzerns anbinden. Die jeweiligen Teams wechseln in die Sparten, die nach Unternehmensangaben die besten Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Angebote bieten.
Nationale Marken sollen digitale Reichweite besser nutzen
In der Sparte National Brands werden die digitalen Food-Angebote, darunter Leckerschmecker.me, mit den bestehenden Aktivitäten zusammengeführt. Auch das Portfolio der Frauenmedien erhält Zuwachs durch digitale Angebote und zusätzliche Social-Media-Kompetenz. Funke will damit neue Produkte entwickeln, weitere Zielgruppen ansprechen und die nationale Vermarktung stärken. "Das eröffnet Chancen für neue Produkte, die Ansprache zusätzlicher Zielgruppen und eine gemeinsame nationale Vermarktung", sagt Jesper Doub, Konzerngeschäftsführer für National Brands bei Funke.
Neue Einheit für werbefinanzierte Digitalangebote
Bei den Regionalmedien soll unter anderem derwesten.de das digitale Publishing-Geschäft stärken. Eine neue Einheit bündelt werbefinanzierte digitale Nachrichtenangebote. Sie soll zusätzliche Zielgruppen erreichen und neue Werbeerlöse erschließen. Gleichzeitig ist vorgesehen, das bestehende Abo-Geschäft der Regionalmarken zu ergänzen und zu unterstützen. Darüber hinaus baut Funke den Bereich Verbraucherinformation und Technologie um Imtest mit dem Portal futurezone.de weiter aus.
Christoph Rüth, Konzerngeschäftsführer Regionalmedien erklärt: "Wir wollen unser digitales Publishing-Geschäft ausbauen und neue Zielgruppen für unsere Angebote gewinnen", sagt Christoph Rüth, Konzerngeschäftsführer Regionalmedien. "Dafür verbinden wir die journalistische Stärke unserer Regionalmarken mit der Erfahrung der hinzukommenden Teams im digitalen Reichweitengeschäft. Gemeinsam entwickeln wir neue Produkte und Formate, erreichen insbesondere jüngere Menschen und schaffen zusätzliche Erlösquellen."
Stephan Thurm, Konzerngeschäftsführer von Funke Digital, ergänzt: "Unsere Publishing-Angebote gewinnen durch die engere Zusammenarbeit mit verwandten Marken. Gleichzeitig kann sich Funke Digital mit voller Kraft darauf konzentrieren, neue Geschäftsfelder zu erschließen und eine zweite starke Säule neben dem Publishing aufzubauen." Mit der Neuordnung trennt Funke die Verantwortung für digitale Publishing-Angebote stärker von der Entwicklung neuer Geschäftsfelder.
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Marcel Kodura 22.10.2026
