ANZEIGE

Corona-Virus: Agenturen und Medienhäuser ergreifen vermehrt Schutz-Maßnahmen

%%%Corona-Virus: Agenturen und Medienhäuser ergreifen vermehrt Schutz-Maßnahmen%%%


Viele Agenturen und Medienhäuser reagieren auf das neuartige Virus vor allem, indem sie ihre Beschäftigten für starke Hygiene wie Händewaschen sensibilisieren. (Foto: Nathan Dumlao/Unsplash.com)

Vergangene Woche (27.02.2020) sorgten bereits mehrere internationale Agenturen wie die britische Media-Agentur OMD UK und die japanische Werbe-Agentur Dentsu für Aufsehen, da sie ihre Mitarbeiter aus Angst vor dem Corona-Virus ins Home-Offices 'verbannten'. Jetzt ziehen weitere bekannte Firmen wie der Tech-Konzern Twitter nach, der seinen 5.000 Angestellten weltweit ebenfalls die Heimarbeit empfiehlt. Sogar Google erteilt aufgrund von 600 Neu-Infektionen in Südkorea das Büro-Verbot.

Deutsche Medienhäuser ergreifen Schutz-Maßnahmen

Auf die Home-Office-Welle springen auch hierzulande Medienhäuser auf, wie gestern (02.03.2020) ProSiebenSat.1 in Düsseldorf. Die Medien-Anstalt schickte vorsorglich 200 Mitarbeiter am Firmensitz in Unterföhring bei München nach Hause, weil ein Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden war. Und das Hamburger Medien-Unternehmen Gruner + Jahr verzichtet angesichts des Coronavirus bis Ende Juni auf Krankschreibungen seiner Mitarbeiter.

Zu welchen Schutz-Maßnahmen die Medien-Häuser in Deutschland weiter greifen, lesen Sie in unserer kommenden Ausgabe 11-20, die Sie hier bestellen können.

Serviceplan Gruppe rät zu umfangreicher Hygiene

Auch Agenturen gehen auf Nummer Sicher. So laufe die Arbeit in den Häusern der Kommunikation der Serviceplan Gruppe zwar aktuell weiterhin ganz normal. "Wir haben aber umfangreiche Hygiene-Maßnahmen ergriffen und die Kolleginnen und Kollegen entsprechend sensibilisiert", so Petra Strobl, Global Head of Corporate Communications für die Unternehmenskommunikation der Serviceplan Gruppe. "Unsere Teams in China arbeiten noch überwiegend aus dem Home-Office, so wie unsere Kunden dort auch und der Rest des Landes. Mit unseren Teams weltweit stehen wir in ständigem Austausch", so Strobl weiter.

Keine Panik – aber Achtsamkeit

Ariane Haack-Kurz, COO und Managing Partner der Wefra Life Group, warnt, nicht in Panik zu verfallen: "Im Moment dreht sich die öffentliche Debatte nahezu ausschließlich um Corona. Dass momentan auch die alljährliche Grippe- und Erkältungssaison läuft, wird dabei oft aus den Augen verloren. Wir sind deshalb in punkto Infektions-Krankheiten grundsätzlich achtsam. In Panik verfallen wir jetzt nicht." Allerdings sensibilisiere Wefra Life seine Beschäftigten für bestimmte Dinge und Verhaltensweisen, um einer möglichen Ansteckung vorzubeugen. Atemwegs- und Handhygiene seien da spielentscheidend – aber auch die Desinfektion von Flächen, Türklinken, Fahrstuhlknöpfen zum Beispiel. "Außerdem motivieren wir 'kränkelnde' oder gefährdete Mitarbeiter dazu, zu Hause zu bleiben und gegebenenfalls Home-Office zu machen", so Haack-Kurz weiter.

Home-Office als "positive Nebenwirkung"

Aus Management-Sicht gilt es für Willms Buhse, Gründer und CEO der Hamburger Management-Beratung doubleYUU, gerade auch für international agierende Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu schützen. "Viele Unternehmen hatten ihre Business-Trips bereits reduziert und verzichten auf große Veranstaltungen. In den chinesischen Dependancen setzten die meisten Unternehmen verstärkt auf Home-Office. Hier zahlt sich eine gut eingeführte interne soziale Kommunikations-Plattform aus, um ein Weiterarbeiten auch von zuhause aus zu ermöglichen. Genau dieser Faktor wird nun immer wichtiger. Denn immer mehr Unternehmen, gerade auch in Europa, werden während der großen Corona-Verunsicherung ihre Home-Office-Programme und -Angebote massiv ausbauen." Diese Zunahme der Heim-Arbeit bei Mittelständlern und großen Konzernen ist in den Augen von Buhse eine "eigentlich positive Nebenwirkung" des Virus. "Interessant wird es sein zu beobachten, wie sich diese New-Work-Effekte nach dem Abklingen der Infektionswelle entwickeln. Möglicherweise hilft der Corona-Virus dem Home-Office, sich endgültig zu etablieren", so Buhse.




zurück

(sh) 03.03.2020


Druckansicht

Artikel empfehlen

ANZEIGE


Folgen Sie uns auf Twitter unter @nbZwitscher



Folgen Sie uns auf Instagram