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Mediendialog Hamburg 2012: Reform der Medienpolitik gefordert


Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz (Foto) hat sich für eine nachhaltige Reform der Medienpolitik ausgesprochen. Sie müsse "von vorn herein als Media Governance gedacht werden, als politisches Feld, das durch viele Akteure, viele Interessen und viele Auseinandersetzungsebenen geprägt ist". Um eine solche Reform leisten zu können, brauche auch die Medienpolitik selbst Öffentlichkeit; sie dürfe nicht ausschließlich hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Mit einer Grundsatzrede eröffnete Scholz am 24. Mai bei einem Senatsempfang im Rathaus den Mediendialog Hamburg 2012. Der Hamburger Senat hatte führende Vertreterinnen und Vertreter aus der gesamten Medienbranche zum diesjährigen Mediendialog eingeladen, um über "Öffentliche Kommunikation im Wandel – Media Governance für die digitale Welt" zu diskutieren.

Der Bürgermeister plädierte in seiner Rede angesichts der Bedeutung der Öffentlichkeit für die demokratische Gesellschaft für einen neuen Konsens zwischen den Akteuren in Medien und Politik. Die tiefgreifenden Veränderungen in einem digitalen Umfeld müssten sorgfältig analysiert werden, um anschließend "den medienpolitischen Werkzeugkasten gründlich auszumisten“ und neu zu sortieren. „Medienpolitik steuert besser über Werte und Anreize als über Verbote und Vorschriften“, betonte Scholz. Ziel müsse es sein, die ideelle und die ökonomische Dimension der Medien in Einklang zu bringen. Dazu nahm er die Medienschaffenden in die Pflicht: „Ihr verantwortungsvoller Geschäftssinn sichert gleichzeitig, dass unsere Gesellschaft reichweitenstark mit Information versorgt wird und Öffentlichkeit gewährleistet ist."

Die Konferenz des Mediendialog Hamburg am heutigen 25. Mai widmet sich den Chancen und Problemen der öffentlichen Kommunikation sowie den Potentialen eines Media Governance-Ansatzes zur Lösung von aktuellen Konflikten. In seiner Keynote skizzierte Professor Otfried Jarren die Umbruchsituation der öffentlichen Kommunikation und die Perspektiven der verschiedenen Medienbranchen.

Der Mediendialog Hamburg bringt einmal im Jahr Verantwortliche aus allen Medienbranchen zusammen, um aktuelle medienpolitische Themen in einem kleinen Kreis zu erörtern. Er wird veranstaltet vom Hamburger Senat in Kooperation mit der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V. (Produzentenallianz), dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e. V. (BDZV), dem Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW), dem Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI), dem Deutscher Musikverleger-Verband e.V. (DMV), dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen e.V. (GWA), dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ), dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) und dem Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW).

 
 



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() 25.05.2012


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